Der Berliner Landbote

 

Deine Krise ist kein Privatbesitz:
„Die politischen Verhältnisse könnten mich rasend machen. Das arme Volk schleppt geduldig den Karren, worauf die Fürsten und Liberalen ihre Affenkomödie spielen.“ schreibt der 20jährige Georg Büchner und schließt: „Meine Meinung ist die: Wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt.“ Wenn der „Hessische Landbote“ nur unter Gefahr für Leib und Leben verfasst und verbreitet werden konnte, warum bleibt der Armutsbericht der Bundesregierung heute so folgenlos? Was hindert uns, denen die Ungleichheit und die Ungerechtigkeit bewußt ist, eigentlich daran, endlich etwas dagegen zu tun? Was haben wir zu verlieren ? Warum schauen wir zu, wie die Welt um uns langsam zu Grunde geht? Und warum ist uns jeglicher politischer Appell – vor allem im Theater – zu schnell schon wieder lästig und peinlich? Aber an wen könnte sich ein neuer Landbote richten?

In Zusammenarbeit mit dem Brecht-Forum und dem Maxim Gorki Theater

Aufführungen:

2013 – Maxim Gorki Theater und Berliner Arbeiter Theater